LINZ | geladener Architekturwettbewerb | 2025
LINZ | geladener Architekturwettbewerb | 2025
LINZ | geladener Architekturwettbewerb | 2025
Dietmar Moser, Julia Haselsteiner, Vincent Mel Heinrich, Katrin Stieber















STÄDTEBAULICHES KONZEPT – Das Ankommen im Garten
Der Botanische Garten Linz ist ein Ort, an dem die Stadt leiser wird. Er ist ein Ort der Entschleunigung, ein Refugium der Vielfalt, ein Garten, der die Zeit anders misst als die Stadt, die ihn umgibt. Doch er ist nicht nur Sammlung. Er ist Raum, in dem Natur und Kultur ineinandergreifen. Konzerte erklingen, Ausstellungen transformieren Blickwinkel, Kinder lernen, wie die Welt wächst. Und all das geschieht in einem architektonischen Mosaik, das über viele Jahrzehnte entstanden ist – ein Geflecht aus Handschriften, aus Zeitschichten, aus improvisierten Übergängen und bedeutenden Räumen.
Der Entwurf nutzt dieses gewachsene Bild als Qualität: Er fasst, beruhigt und stärkt das Ensemble durch eine klare Geste – eine zurückhaltende, aber präzise gesetzte Spange, die den Übergang zwischen Alt und Neu, sowie Stadt und Garten formt.
Der neue Zugang schafft Raum zum Versammeln, zum Innehalten, zum ersten Eintauchen in das Grün. Ein Belag, der Entschleunigung fördert, lässt den Straßenraum leiser werden und öffnet eine Schwelle, die vom öffentlichen Gut in die Welt der Pflanzen führt.
Die Mittelachse des Formalgartens wird gestärkt: Sie bleibt spürbar, sichtbar, leitend. Das Eingangsbauwerk ist kein Fremdkörper, sondern ein Mittler, der zwischen Glashäusern, Bestand, Straßenzug und historischer Parkstruktur vermittelt.
Ein Ensemble, das Zukunft zulässt – ohne seine Geschichte zu verlieren.
ARCHITEKTONISCHES KONZEPT – Die stille Ordnung
Der kompakte Neubau des Eingangsbauwerks fügt sich mit einer ruhigen, maßvollen Sprache in das heterogene Ensemble ein. Der Entwurf antwortet auf die Vielfalt des Bestandes mit einem Konzept, das Klarheit, Durchlässigkeit und Orientierung schafft.
Die Architektur zeigt ihre Konstruktion offen: Holzrahmen, die zugleich Regal, Sitznische, Ausstellungsfläche sind – ein Gestaltungsprinzip, das von innen nach außen wirkt. So entsteht ein Gebäude, das vom Handwerk erzählt, vom Präparieren, Pflegen und Ausstellen.
Die multifunktionale Fläche wird je nach Bedarf durch flexibles Mobiliar in einzelne Bereiche zoniert – der Shop wird ganz schnell zur erweiterten Ausstellungsfläche, beim saisonalen Pflanzenmarkt weicht die Info-Zone ganz rasch den vielfältigen Gewächsen.
Von hier aus haben die Besucher:innen alle Möglichkeiten:
Über den Kassenbereich, Shop, Info- und Ausstellungsbereich gelangt man direkt in den historischen Garten und in den Glashausbereich. Die offene Struktur ist über eine großzügige Treppenanlage direkt mit dem Café und Veranstaltungsbereich verwoben - schon beim Betreten duftet es herrlich nach frischem Kuchen und Kaffee.
Im UG befinden sich die dienenden Zonen wie WC, Garderobe und Technikräume.
Der bestehende Sozialtrakt wird entkernt und als großzügiger Veranstaltungsraum an markanter Stelle umfunktioniert. So wird ein durchlässiger Kunst- und Kulturraum zwischen historischem Garten und geschütztem Innenhof eingespannt. Der neue Sozialtrakt schließt in Verbindung mit dem neuen Cabrio-Haus die Gebäudestruktur ab und bildet einen geschützten Innenhof, der mit sämtlichen Bereichen kombiniert werden kann – für Feste, Hochzeiten, Märkte, Konzerte oder stille Morgenstunden im Café.
Für die Mitarbeiter:innen entsteht ein funktional optimierter Bereich: klare Wege, direkte Anbindungen, ein effizientes Arbeiten ohne Beeinträchtigung. Gleichzeitig bleibt das wertvolle Handwerk sichtbar, damit Besucher:innen die Expertise der Gärtner:innen spüren und beobachten können.
Verwaltung, Veranstaltung, Seminar, Sozialbereich, dienende Zonen (WC, Garderobe) und Gastronomie bilden so ein Rundum, das vielfältige Koppelungen und Synergien zulässt.
Bockgasse 4a
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office(at)mod-architektur.at
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